Der Beitrag versteht schulische Prävention als kontinuierlichen, alltagsintegrierten Prozess statt als Reaktion auf Krisen. Auf Grundlage schulpsychologischer Praxis an einer Berliner Förderschule wird gezeigt, dass präventives Handeln in alltäglichen Interaktionen beginnt, in denen Kinder und Jugendliche emotionale und soziale Kompetenzen entwickeln. Verhalten wird dabei als Ausdruck von Belastungen und fehlenden Regulationsstrategien betrachtet, was eine Verbindung von klaren Grenzen und verstehendem Vorgehen erfordert. Zentral ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Schule, Sozialarbeit, Psychologie und weiteren Akteur:innen, um komplexe Problemlagen differenziert zu erfassen. Ergänzende Erfahrungen aus der Gewaltprävention im Justizvollzug unterstreichen die Bedeutung früher Förderung.
Prävention wird als professionelle Haltung verstanden, die psychische Stabilität, soziale Teilhabe und gewaltfreie Konfliktlösung im schulischen Alltag fördert.
von Esma Coşkun, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin, DE, ORCID: 0009-0008-9660-7515


