Tristan Clemens: Waffenverbotszonen als Präventivmaßnahme zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls
Inhalt:
Waffenverbotszonen wurden in urbanen Räumen als sicherheitspolitische Reaktion auf die Zunahme der Messerkriminalität eingeführt, um das Mitführen gefährlicher Gegenstände im öffentlichen Raum zu unterbinden und das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken.
In diesem Beitrag wird der aktuelle Stand der Forschung mit den Ergebnissen bisheriger Evaluationen sowie mit einer eigenen quantitativen Befragung zur Waffenverbotszone in Düsseldorf verglichen.
Ein Großteil der Befragten gibt an, dass die Waffenverbotszone keinen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl hat. Einige Teilnehmende berichten jedoch von einer positiven Veränderung. Die Analysen zeigen, dass die intendierte Wirkung bislang nur eingeschränkt erreicht wird und stark von Bekanntheit, Sichtbarkeit und kommunikativer Vermittlung abhängt.
Waffenverbotszonen haben somit Potenzial als Baustein eines umfassenderen Präventionsansatzes. Für eine Effektsteigerung benötigen sie jedoch eine verbesserte behördliche Präsenz sowie eine Informationspolitik.
Zitationsvorschlag (APA): Clemens, T. (2026). Waffenverbotszonen als Präventivmaßnahme zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls. In T. Huschbeck & K. Seidensticker (Hrsg.), Kriminalität, Gewalt und Polizeiarbeit. Neue Perspektiven aus der Nachwuchsforschung. Junge Forschung im Fokus (Band II), S. 55–80. Vossenkuhl Scriptum. https://doi.org/10.63491/9783948765163_3.



