Temel Arslan & Nina Gupta: Täteridentifikation im Darknet
Inhalt:
Der Beitrag beleuchtet, ausgehend von den technischen und strukturellen Grundlagen des Darknets und der Underground Economy, zentrale Schutzmechanismen wie Kryptowährungen, PGP-Verschlüsselung und Tails, um ihre Bedeutung für die Abschirmung krimineller Aktivitäten sowie die daraus resultierenden Ermittlungsbarrieren zu ermitteln. Aufbauend darauf systematisiert der Beitrag wesentliche Ermittlungsinstrumente, darunter Quellen-Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchung, Ausnutzung technischer Schwachstellen,
verdeckte Ermittlungen, Blockchain-Analysen und OSINT, und bewertet sie im Hinblick auf verfassungsrechtliche Vorgaben, insbesondere mit Blick auf Grundrechtsschutz, Verhältnismäßigkeit und gerichtsfeste Verwertbarkeit.
Anhand ausgewählter Praxisfälle (u. a. Silk Road, Boystown, Elysium, Hansa Market, Crimenetwork und Operation Endgame) sowie neuer technologiegestützter Ansätze wie der NLP-basierten Alias-Erkennung (VendorLink), des forensischen Protokolls D2WFP und flexibler Deep-Neural-Network-Verfahren zeigt der Beitrag, dass eine wirksame Strafverfolgung im Darknet langfristig nur im Zusammenspiel von technischer Innovation, klar konturierten Rechtsgrundlagen und internationaler Kooperation tragfähig ist.
Zitationsvorschlag (APA): Temel, A. & Gupta, N. (2026). Täteridentifikation im Darknet. In T. Huschbeck & K. Seidensticker (Hrsg.), Kriminalität, Gewalt und Polizeiarbeit. Neue Perspektiven aus der Nachwuchsforschung. Junge Forschung im Fokus (Band II), S. 81–114. Vossenkuhl Scriptum. https://doi.org/10.63491/9783948765163_4.



