Michael Capellmann & Torsten Huschbeck: Sexuelle Übergriffe und Macht – Eine Betrachtung vor dem Hintergrund soziologischer Machttheorien (Elias & Foucault)
Inhalt:
In ihrem Beitrag analysieren die Autoren sexuelle Übergriffe im Kontext von Machtverhältnissen unter Einbeziehung der soziologischen Theorien von Norbert Elias und Michel Foucault. Sie ordnen das strafbare Handeln phänomenologisch ein, beleuchten rechtliche Entwicklungen wie die Novellierung des § 184i StGB und betonen den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem stärkeren Schutz der sexuellen Selbstbestimmung.
Die Synthese der Machtkonzepte als relationale Struktureigenschaft (Elias) und diskursives Handeln (Foucault) zeigen, dass Macht allgegenwärtig ist. Sie ist nicht per se negativ, kann jedoch missbräuchlich als förderlicher Faktor für sexuelle Delinquenz dienen, ohne diese kausal zu bedingen. Öffentliche Diskurse wie #Me-Too eröffnen nach Foucaults Verständnis Felder für Reaktionen gegen Machtmissbrauch.
Zitationsvorschlag (APA): Capellmann, M. & Huschbeck, T. (2026). Sexuelle Übergriffe und Macht – Eine Betrachtung vor dem Hintergrund soziologischer Machttheorien (Elias & Foucault). In T. Huschbeck & K. Seidensticker (Hrsg.), Kriminalität, Gewalt und Polizeiarbeit. Neue Perspektiven aus der Nachwuchsforschung. Junge Forschung im Fokus (Band II), S.149-158. Vossenkuhl Scriptum. https://doi.org/10.63491/9783948765163_6.



